*1868, †1918
Edmond Rostand stammte aus einer wohlhabenden Familie Marseilles und kam dort am 1. April 1868 als Sohn eines Soziologen und Journalisten zur Welt. Im College Stanislas in Paris genoss er seine Erziehung, heiratete früh seine ebenfalls als Schriftstellerin tätige Frau Rosamonde Gerard (1871 – 1953) und schrieb als kaum zwanzigjähriger für sich selbst, seine Gattin und wenige Freunde eine Liebhabertheater-Komödie. Bereits 1888 wurde „Der rote Handschuh“ in Paris uraufgeführt, 1890 veröffentlichte er recht unbeachtet die „Maulaufferei“. Im Jahre 1894 folgten „Die Romantischen“, 1895 „Die ferne Fürstin“ und 1896 „Die Sameriterin“.
Vor nahe einhundert Jahren, 1897 präsentierte er die Uraufführung des Welterfolges „Cyrano de Bergerac“, 1899 (dt.) „Das Weib von Samaria“ und 1900 folgte das Drama „Der junge Adler“.
Am 30. Mai 1901 wählte die „Akademie Francaise“ den damals dreiunddreißigjährigen Dichter zu ihrem Mitglied, das jüngste, das das ehrwürdige Institut in seiner 350 jährigen Geschichte je besessen hat. Erst im Jahre 1910 folgte noch einmal eine Komödie, „Der Hahn“.
Die Werke des Dramatikers zeichneten sich durch Romantische Überschwänglichkeit und geschliffene Wortkunst aus. Im nationalen Enthusiasmus des Kriegsausbruches meldete sich Rostand, damals 47jährig, freiwillig zum Wehrdienst, wird aber nicht angenommen; er widmet sich der Abfassung nationalistischer Lyrik, arbeitet an einem neuen Stück, ohne es vollenden zu können, denn er stirbt bereits am 2. Dezember 1918 mit 51 Jahren in Paris.
Cyrano de Bergerac aber ist sein größter Erfolg und sein Meisterwerk geblieben.