Die Handlung
1. Akt
Susanna und Figaro sind eifrig mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Figaro richtet schon im Geiste sein zukünftiges Heim ein. Doch damit stößt er bei seiner Zukünftigen auf herbes Missfallen, weil das ihnen zugedachte Zimmer genau neben dem des Grafen Gregor liegt und dieser die arme Susanna mit eindeutigen Briefen verfolgt.
Marcellina, bereits in gesetzterem Alter, will Figaro in die Ehefalle locken. Sie besitzt einen Vertrag, in dem ihr Figaro die Heirat versprochen hat, sollte er seine Schuld von 5.000 Mark, die er sich einst von ihr lieh, nicht zurückzahlen können. Mit dem Rechtsanwalt Bartolo berät sie, wie sie nun ihr „Recht“ einklagen kann. Dieser hilft nur zu gern, denn auch er hat noch ein Hühnchen mit Figaro zu rupfen…
Cherubino, Patenkind der Gräfin Rosina, ist hinter jedem Rock her. Das passt Graf Gregor überhaupt nicht, denn schließlich ist dies auch seine Lieblingsbeschäftigung. Um den Nebenbuhler los zu werden, will er ihn in ein Internat schicken. Dies stößt bei Cherubino nicht gerade auf Begeisterung, und so bittet er Susanna, bei der Gräfin ein gutes Wort für ihn einzulegen. In diesem Augenblick betritt Gregor höchstpersönlich den Raum. Cherubino schafft es gerade noch rechtzeitig, sich zu verstecken.
Der Graf versucht nun, Susanna zu becircen, als sich Basilio, die rechte Hand des Grafen, ankündigt. Flugs versteckt sich auch der Graf, um nicht beim Stelldichein mit Susanna erwischt zu werden. Zu allem Unglück werden sowohl der Graf als auch Cherubino entdeckt.
In diese peinliche Situation platzt Figaro. Nun hat der Graf alle Hände voll zu tun, seine Absichten Susanna gegenüber zu verbergen und Cherubino, der ungewollt Zeuge des ganzen geworden ist, los zu werden.
2. Akt
Die Gräfin ist verzweifelt. Sie hat von den Eskapaden ihres Gatten erfahren und weiß nicht, wie sie seine Liebe zurückgewinnen soll. Doch Figaro hat einen Plan: Der Graf soll einen Brief erhalten, in dem steht, dass seine Gattin eine Affäre hat. Gleichzeitig soll Susanna sich auf ein Tête à Tête mit dem Grafen einlassen. Doch statt Susanna trifft sich Cherubino, als Susanna verkleidet, mit dem Grafen. Dabei soll er in flagranti erwischt werden. Nach anfänglichen (und berechtigten) Zweifeln an der Ausführbarkeit dieses etwas obskuren Planes willigt die Gräfin schließlich ein.
Cherubino soll nun als Susanna verkleidet werden. Während dieser Vorbereitungen klopft plötzlich der Graf und verlangt Einlass. Cherubino flüchtet ins Bad. Gregor hat den erhalten und stürmt rasend vor Eifersucht in Zimmer. Durch ein Geräusch aus dem Badezimmer aufmerksam geworden will er die Tür aufbrechen, da Rosina ihm den Einlass verweigert.
In einem unbeobachteten Moment gelingt Cherubino die Flucht aus dem Fenster und Susanna verbirgt sich statt seiner im Bad. Als der Graf sie dort erwischt, ist er natürlich peinlichst berührt und bittet seine Gattin um Verzeihung. Diese ist bereit ihm zu vergeben und beichtet ihrem Mann den Plan, den sie verfolgte, um seine Treue zu testen.
Alles scheint gut zu enden, als Figaro hereinplatzt. Nichts ahnend von dem gerade Geschehenen streitet er jegliches Wissen und Mitwirken an dem Plan ab. Der Graf ist verwirrt und weiß nicht, wem er glauben soll. Zu allem Überfluss erscheint auch noch der Gärtner, der Cherubino aus dem Fenster springen gesehen hat. Figaro gibt vor, selbst aus dem Fenster gesprungen zu sein und kann durch die Mithilfe von Susanna und Rosina auch noch einige unangenehme Fragen richtig beantworten. Wiederum scheint es, als ob Unheil verhindert werden konnte.
Da taucht nun auch noch Marcellina mit Bartolo und Basilio auf, um Figaro zur Einhalten des Vertrages zu bewegen. Der Graf kann sich nichts schönere vorstellen, als Marcellina mit Figaro verheiratet zu sehen. Wäre er doch seinen Plänen mit Susanna dann nicht mehr im Weg. Es kommt zu offenen Auseinandersetzung!
3. Akt
Rosinas Pläne haben sich geändert: Susanna soll weiterhin vorgeben, sich mit Graf Gregor treffen zu wollen. Doch diesmal will sie sich als Susanna verkleiden und sich selbst mit ihrem Gatten im Garten treffen. Figaro wird in diese Pläne nicht eingeweiht, damit er sie durch seine Ungeschicklichkeit nicht wieder vermasselt. Also begibt sich Susanna zum Grafen und teilt ihm ihre Absichten mit, sich mit ihm treffen zu wollen. Das ist Musik in den Ohren des Grafen. Sofort bestimmt er Ort und zeit des Dates.
Marcellina forciert unterdessen ihre Pläne und zerrt Figaro vor den Traualtar. Im letzten Moment nimmt das Schicksal eine überraschende Wendung. Es stellt sich heraus, dass Marcellina und Bartolo die Eltern Figaros sind. Figaros Hochzeit ist gesichert, jetzt muss nur noch die Ehe der Gräfin gerettet werden.
Sicherheitshalber bestätigt Susanna das Treffen mit Gregor in einem Brief erneut. Leider fällt dieser Brief zunächst Figaro in die Hände. Da er von den Plänen Rosinas nichts weiß, zweifelt er nun an der Treue seiner Verlobten. Er beschließt, sich im Garten auf die Lauer zu legen, um das Treffen zu vereiteln.
4. Akt
Rosina betritt als Susanna verkleidet des Garten, um auf ihren Gatten zu warten, doch Cherubino stört unerwarteterweise den Plan und will mit „Susanna“ flirten. In diesem Augenblick erscheint der Graf im Garten und entdeckt die beiden. Nun will er es dem Bengel zeigen, dem aber so gerade noch die Flucht vor dem aufgebrachten Gregor gelingt. Letzterer wendet sich Rosina zu, deren Maskerade er ebenfalls nicht durchschaut, und umgarnt sie nach allen Regeln der Kunst. Figaro hält es nicht mehr in seinem Versteck. Er schreckt das Paar auf und die beiden fliehen.
Niedergeschlagen bleibt Figaro allein zurück. Ist er doch Susannas Untreue nun sicher. Er beschließt, dem Paar zu folgen und sie in flagranti zu ertappen: „Ich werde sie beobachten und dann ihr Spiel zerstör’n!“
Doch Susanna, die die ganze Szene beobachtet hat, hält ihn als Gräfin verkleidet auf. Figaro fällt zunächst auf das Verwechslungsspiel rein, doch schnell erkennt er Susanna an ihrer Stimme. Er beschließt, nun seinerseits Susanna einen Streich zu spielen:
Er macht Rosina - alias Susanna - eindeutige Anträge. Die wütende Susanna zahlt es ihm mit ihren Fäusten heim. Figaro rettet sich, indem er ihr berichtet, dass er sie längst erkannt hat. Die beiden versöhnen sich wieder, als der Graf, der noch immer nach Susanna sucht, sich nähert. Figaro und Susanna beschließen, ihm eine Lektion zu erteilen. Susanna spielt weiterhin die Gräfin, während Figaro lauthals seine Liebe schwört. Gregor beschließt, kurzen Prozess mit den Ehebrechern zu machen: „Bring das Schießgewehr, Basilio!“
Noch bevor es aber zum Schlimmsten kommen kann, eilt die Gräfin hinzu und gibt sich als Susanna zu erkennen. Der Graf sieht sich überführt. Voll Reue fleht er Rosina um Vergebung an. Diese ist überglücklich, ihren untreuen Gatten kuriert zu haben und vergibt ihm gerne. Auch dem Glück von Susanna und Figaro steht nun nichts mehr im Wege.