TheaterLaien überzeugten mit neuem Programm in Scholl-Realschule
Kaum ein Auge blieb trocken. In der Tat: Die Premiere der TheaterLaien in der Geschwister-Scholl-Realschule war ein voller Erfolg Mit der leichten Komödie „Bunbury“ oder „Ernst sein ist alles" von Oscar Wilde überzeugten sie die Besucher.
Die Verwechslungskomödie spielt im England des Jahres 1895. Stil ist hier alles, was zählt. John Worthing (Thomas Krieger) führt ein Doppelleben. Auf der einen Seite ist er der hochmoralische Onkel Jack, der die schwere Verantwortung für sein hübsches Mündel Cecily (Claudia Rupp) ausübt. Auf der anderen Seite gibt Onkel Jack vor, einen lasterhaften Bruder namens Ernst zu haben, den er regelmäßig aufsuchen muss. In Wirklichkeit fährt er jedoch nach London, spielt selbst den leichtlebigen Lebenskünstler Ernst und flirtet mit der ehrenwerten Gwendolen Fairfax (Tanja Wördehoff).
Sein Freund Algernon, von Marc Weitkowitz als Genießer und Mann von Welt dargestellt, ist ähnlich veranlagt. Sein Vorwand heißt Bunbury, ein unschätzbarer Dauerkranker, der nicht recht weiß, ob er leben oder sterben will und ganz entsprechend der Dringlichkeit von Algernons Reiselust gesundet.
In Unkenntnis des anderen Ich scheint beider Lügenspiel zu funktionieren, wäre da nicht ein harmloses Zigarettenetui. Dieses kleine Ding bringt nicht nur ein Leben aus den Fugen…
Als Algemon heraus bekommt, wo sich Jacks geheimer Wohnsitz auf dem Land befindet und dort das hübsche Mündel Cecily kennen lernt, kennt seine Reiselust keine Grenzen mehr…
Ein nicht nur doppelbödiges Spiel voller Wortwitz, Ironie, brillanten Verwicklungen und absurden Wandlungen nimmt seinen Lauf. Hier nimmt sich jeder ernst, denn: Ernst ein ist alles!
Wer das Stück noch nicht gesehen hat, der sollte sich Freitag, 19. Mai, 19:30 Uhr mit den TheaterLaien in der Geschwister-Scholl-Realschule vormerken. Es lohnt sich allemal. Der Eintritt kostet acht Mark, ermäßigt fünf Mark.