"TheaterLaien" überzeugten mit Brechts "Leben des Galilei"
Mit Bertolt Brechts "Leben des Galilei" wagte sich das TheaterLaien an einen Meilenstein des deutschen Dramas. Und das mit Erfolg: Unter der Gesamtleitung von René Böminghaus begeisterte das von Tim Meier inszenierte Stück die Zuschauer.
Seit Anfang Dezember hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler für die Auftritte geprobt. Die Probenzeit zahlte sich aus: Der Text saß einwandfrei und die Zuschauer ließen sich von den verschiedenen Charakteren in den Bann ziehen.
Im "Leben des Galilei" geht es um das Leben und Wirken von Galileo Galilei. Galilei unterrichtet als Physiklehrer an der Universität Padua, hat sich selbst jedoch eigentlich der Forschung verschrieben. Mithilfe eines von ihm verbesserten Teleskops gelingen Galilei bahnbrechende Entdeckungen die Sternenwelt betreffend, die seine Vermutung, die Erde drehe sich um die Sonne, untermauern.
Obwohl der Hauptastronom des Vatikans Galileis Entdeckungen bestätigt, verbietet das Heilige Offizium die weitere Verbreitung seiner Ansichten, was das Leben Galileis erschwert.
Thomas Krieger hatte das TheaterLaien die perfekte Besetzung für die Rolle des Galileo Galilei gefunden: Er vermochte es problemlos, den Physiker mal deprimiert und mal impulsiv und begeistert darzustellen. Ein sarkastischer und von seinen Ideen überzeugter Galilei: Thomas Krieger überzeugte das Publikum mit einer großartigen schauspielerischen Leistung.
Überzeugen konnten auch Jennifer Choryan als Galileis Tochter Virginia und Marian Ferlic, der Virginias Verlobten Ludovico spielte: Jennifer Choryan hatte als einfältige Virginia immer wieder die Lacher auf ihrer Seite, während die Arroganz von Ludovico durch Marian Ferlics Schauspiel auch den letzten Zuschauer erreichte.
Mit Tim Wälscher und JulianTschech standen bei dieser TheaterLaien-Produktion auch zwei ganz junge Nachwuchsschauspieler auf der Bühne. Die beiden 14-Jährigen spielten Galileis elfjährigen Schüler Andrea Sarti und Cosmo, neunjähriger Großherzog von Florenz und bewiesen dabei, dass sie den anderen Schauspielern in nichts nach standen.
Das Publikum jedenfalls war sich am Ende des Stückes einig: Aufführungen der TheaterLaien sind immer wieder einen Besuch wert. "Galilei" Thomas Krieger konnte darum auch bereits jetzt versprechen, dass für den kommenden Herbst wieder eine Komödie auf dem Programm des TheaterLaien steht.